Marion Schneid MdL: Entgeltgleichheit auch bei Lehrern in Rheinland-Pfalz keine Selbstverständlichkeit

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• Frauen verdienen in Deutschland immer noch 22 % weniger als Männer

• Equal Pay Day Motto 2015: „Spiel mit offenen Karten – Was verdienen Frauen und Männer?“

Marion Schneid (MdL) ruft auch in diesem Jahr zur Teilnahme am „Equal Pay Day“, dem weltweiten Aktionstag für gleiche Lohnchancen für Frauen und Männer, auf. Marion Schneid macht deutlich, dass dieser Tag auch hierzulande eine traurige Berechtigung hat: „In Deutschland verdienen Frauen im Schnitt 22 Prozent weniger als Männer – diese Lohnlücke ist ein Skandal!“ Schwerpunktthema ist in diesem Jahr die Transparenz in Entgeltfragen. Das Motto 2015 lautet Spiel mit offenen Karten – Was verdienen Frauen und Männer?

„Es ist wichtig, dass das Thema Entgelt-Ungerechtigkeit immer wieder auf die politische Tagesordnung kommt“, so Marion Schneid. Alle Arbeitgeber müssten für gerechte und nachvollziehbare Vergütungsstrukturen sorgen und diese mit transparenten Bewertungsverfahren belegen. „Politik und Tarifpartner müssen alles dafür tun, dass die Lohnlücke endlich geschlossen wird – auch mit Hilfe von mehr Transparenz.“ Entgeltgleichheit müsse ein allgegenwärtiges Kernthema in Tarifverhandlungen werden.
Generell müssten die überwiegend von Frauen ausgeübten Berufe in den Bereichen Pflege und Erziehung in der Bezahlung angehoben werden.

Beim Thema Entgeltgleichheit sieht Marion Schneid aber auch bei der rot-grünen Landesregierung Nachholbedarf: „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit – dass dieser Grundsatz eingehalten wird, ist für Lehrer in Rheinland-Pfalz keine Selbstverständlichkeit. Die angestellten Lehrkräfte in Rheinland-Pfalz forderten zu Recht eine Gehaltserhöhung um 5,5 Prozent und tarifliche Absicherung.“ Zwar würden auch die verbeamteten Lehrer in Rheinland-Pfalz – die ja kein Recht auf Streik haben – seit Jahren vom Land nur mit einprozentigen Gehaltserhöhungen abgespeist. Angestellte Lehrer aber stünden noch schlechter da – von den Vertretungslehrkräften, die in der Vergangenheit zum Teil über die Sommerferien nicht weiterbeschäftigt wurden, ganz zu schweigen. Bei einer vollen Stelle mache der Unterschied zwischen Angestellten und verbeamteten Lehrern beim Entgelt mehrere Hundert Euro pro Monat aus.